Bernstein Namen, Arten, Formen

BERNSTEIN NAMEN

Das Wort „Bernstein“ kommt aus der mittelniederdeutschen Sprache und heißt so viel wie „börnen“, „bernen“, brennen. Man nannte ihn deshalb auch „Brennstein“. Die Römer gaben ihm den Namen „electrum“ und élektron hieß er in Altgriechisch. Daher kommt das Wort „Elektrizität“. Der Bernstein lädt sich durch Reibung elektrostatisch positiv auf. Ein anderer Name ist „Succinit“, den auch die Römer benutzten in lateinisch: „sucinum“ das heißt Baumharz. Der Name der Kiefern-Zedern-Art heißt „pinus succinifera“. Die Germanen nannten den Bernstein auch „glaesum“. Daher kommt das Wort „Glas“. In Englisch heißt Bernstein „amber“, in Französisch: „ambre“, in Italienisch „ambra“.

Bernstein-mit- Lufteinschlüssen

BERNSTEIN ARTEN

Bei allen fossilen Harzen lassen sich grundsätzlich zwei Arten unterscheiden: Seebernstein bzw. Erdbernstein. 

Seebernstein oder maritimer Bernstein

Er wird im Wasser und im Sand der Küstenregion gefunden. Meist hat er keine Verwitterungsrinde oder Borke, da diese im Verlaufe von Millionen Jahren im Meer abgeschliffen wurde. Der Seebernstein hat eine natürliche Politur. Man nennt ihn deshalb auch “blanker Bernstein”. Er kann auch mit sogenannten “Seepocken” bewachsen sein. Sein spezifisches Gewicht ist etwas geringer als das des Landbernsteins.  

Land- oder Erdbernstein

Dieser Bernstein hat eine raue, oft löchrige und rissige Verwitterungsrinde. Er lagert in Kies, Sand, Ton bzw. in der sogenannten “Blauen Erde”. Er wurde während der Eiszeit durch Gletscher und Schmelzwasser bis zu zehn Kilometer landeinwärts transportiert.

Es ist grundsätzlich zu unterscheiden zwischen klaren und milchigen Bernsteinen. Man unterscheidet in Fachkreisen auch folgende Arten:

Bernstein mit Seepocken

Schiere Bernsteine

das sind völlig klare, reine Bernsteine. Sie sind sehr selten und daher wertvoll. Meist handelt es sich um Seebernstein.

Bernstein mit Schieren

Matte, milchige Bernsteine

in den Farben weiß, gelb bis braun enthalten viele Luftbläschen und eignen sich zum Schnitzen von Figuren.

Flumige (flomige) Bernsteine

besitzen eine leichte Trübung. Sie lassen sich vorzüglich polieren.

Bastard-Bernstein

Bastard-Bernsteine

sind trüb bis satt trüb und besitzen eine kräftige Farbe.

Kumst-Bernsteine

dieser Name kommt vom ostpreußischen Sauerkohl. seine Farbe ist gelb bis bräunlich gelb. Der Stein ist gut polierbar.

Knochenbernstein

Knochenbernstein

ist ein kreidehaltiger Bernstein, er ist völlig undurchsichtig, weiß bis elfenbein-farbig.

Schaumiger Bernstein

ist matt, sehr weich und nicht polierbar.

Schlack-Bernstein

 

Knochenbernstein
ist ein kreidehaltiger Bernstein, er ist völlig undurchsichtig, weiß bis elfenbein-farbig.

Schaumiger Bernstein
ist matt, sehr weich und nicht polierbar.

 

Schlack-Bernstein

Brack-Bernstein oder Schlack-Bernstein ist ein Stein, in denen Moose, Erde gegenüber Harz überwiegen. Er ist oft ein marmorierter Bernstein.

Die meist gefundenen Bernsteine sind angebrochen und besitzen eine Größe von einem bis fünf cm Durchmesser. Größere Steine sind selten und werden als Sammlersteine oder zum Schnitzen verwendet. Es gibt sogar Bernsteine mit einem Gewicht von mehreren Kilogramm. Zu der Sammlung des Verfassers, gehört ein Bernstein mit einem Gewicht von 12,410 kg. Er ist damit einer der größten Bernsteine in Deutschland,

wenn nicht sogar der größte. Das spezifische Gewicht des Bernsteins

liegt zwischen 1,08/1,10 Gramm/ccm. Er ist also etwas schwerer wie Wasser, aber leichter als salzhaltiges Wasser, z. B. das der Ostsee. Das ist auch der Grund, dass der Bernstein „schwimmt“. Die Qualität eines Bernsteins wird beurteilt nach folgenden Kriterien:

  • Größe und Unversehrtheit;
  • Glatte Oberfläche ohne größeren Vertiefungen;
  • Ohne äußere oder innere Risse;
  • Schöne Farbe und innere Struktur;
  • Ohne Erdanteile im Innern des Steines.

Gagat

Gagat - "Schwarzer Bernstein"

Er wird auch als „Schwarzer Bernstein“, Schwarzstein oder Succinum nigrum und Jett bezeichnet. Es handelt sich dabei um Sapropeliten, die sich in Flachgewässern gebildet haben, von unter Luftabschluss bei Abwesenheit von Sauerstoff versteinertem Holz, das meist von einer Schuppen-Tannenart (Araucaria) stammt.

Im Übrigen gibt es viele Übergänge, denn jeder Bernstein ist ein Unikat. Das aber verleiht dem Bernstein seine faszinierende Schönheit.

 

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Unser Bernsteinmuseum in Nürnberg

Über Faszination-Bernstein.de

Wir führen Sie in die faszinierende Welt der Bernsteine und präsentieren Ihnen im Bernstein-Museum in Nürnberg die schönsten und wertvollsten Bernsteine aus prähistorischer Zeit: Sammler-Steine, Rohbernsteine, geschliffene und polierte Stücke.


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